Kolumbien Mai 2013

El viejo, el mar y la nieta

El viejo, el mar y la nieta

2013 haben wir in Kolumbien eine grössere Rundreise gemacht und zwar von Bogotá im Landesinnern an die karibische Küste nach Coveñas und von dort via Medellín zurück nach Bogotá. Wir legten längere Strecken mit dem Auto zurück damit Laura Maria und Mathias so das Land besser kennen lernen konnten.

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The very best of Colombia 2013

Mathias Eindrücke aus schweizerischer Sicht:

Im Strassenverkehr

  • Doppelte Mittellinien ignoriert selbst die Polizei.
  • Lastwagen von 60 Jahren Fahrzeuggeschichte verkehren gleichzeitig auf der Strasse leider auch im entsprechenden Tempo.
  • Eine Autobahn, selbst für die Hauptverkehrsadern des Landes, existiert nicht.
  • Mit 100km/h braust man in etwa 30cm Abstand an Fussgängern, Pferdefuhrwerken oder weidenden Kühen vorbei.
  • Motorradhelm trägt, wer es sich leisten kann.

Im Haus

  • Das Warmwasser entsteht meist direkt in der Duschbrause durch einen elektrischen Erhitzer.
  • Aus Wasserhähnen fließt oft erst nach unzähligen Umdrehungen Wasser.
  • Nach dem dritten Spülvorgang merkte der Frosch, dass er nun die Kloschüssel verlassen sollte.
  • Glühbirnen werden direkt in Decke oder Wand eingebrachte Fassungen gedreht und erhellen Räume auch ohne Lampenschirme mit „angenehmem“ Licht.
  • Betten: Ein paar Bretter als Lattenrost und eine Schaumstoff Matratze erfüllen den selben Zweck wie eine Taschenfederkernmatraze für einen Bruchteil der Kosten.
  • Fröhliches Lichtschalter-suchen vor allem nachts: Lichtschalter befinden sich immer woanders; mitten im Zimmer, vor dem Zimmer, im Zimmer mal links mal rechts; irgendwie konzeptlos.
  • Nordisch schlafen und Fixleintücher scheinen wenig verbreitet. Wie ein „zuepüetzte Aff“ versucht man zwischen Decken eingeklemmt zu schlafen oder muss vor dem Schlafen erst mal alles rausreissen um nicht zu ersticken.

Essen

  • Während wir in der Schweiz für einen frisch gepressten Fruchtsaft ein halbes Vermögen ausgeben müssen, ist das hier das normalste der Welt und Süssgetränke ein verlockender Luxus.
  • Favoriten: Níspero, Mango, Maracujá

Giron

  • In Giron sucht man Wegweiser vergebens. Auch abrupte Richtungswechsel scheinen kein Grund für einen Wegweiser zu sein.
  • Fragt man nach dem Weg, erhält man die phantasievollsten Antworten, die nicht zielführend sind.
  • Karibikküste
  • An der Karibikküste gehört die Strasse allen; auch streunenden Hunden, Hühnern und Schweinen.
  • Die an sich bereits heissen Temperaturen von rund 35 Grad werden zusätzlich angeheizt mit schäpperndem Reggaeton aus mannshohen Boxen.
  • Nicht selten sind Mütter mit mehreren Kindern unterschiedlicher Väter.
  • Vaterschaftspflichten scheinen inexistent, dafür kann Frau sich gratis sterilisieren lassen.
  • Die Müllabfuhr kommt selten; daher wird Abfall ums Haus herum verteilt oder in Senken oder die Mangrovenwälder geschmiessen.
  • Die ordnungsliebenderen nehmen die Verbrennung des Abfalls grad selber vor dem Haus vor; giftige Dämpfe verteilen sich im Siedlungsgebiet.

Medellín

  • Die Stadt ist im Vergleich zur Küste sehr sauber, verfügt über ein funktionierendes öffentliches Verkehrssystems und über die Armenviertel führt eine Seilbahn aus der man aus sicherer Entfernung über die Dächer schwebt.

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